Das Tagebuch unserer Welpen
Hier gibt's alles über die Entwicklung unserer Kleinen

6. Februar 2003










Nach einer langen Nacht werden Grace' Wehen stärker. Und um 6.30 Uhr ist es endlich soweit,
der erste Welpe wird geboren. Es ist ein sehr schöner kräftiger Rüde. Grace ist noch
mit putzen und säubern beschäftigt, als sich auch schon der zweite Welpe anmeldet und flott
ins Leben rutscht. Ein zweiter Rüde ist geboren. Nun macht Grace erst einmal Pause, versorgt
ihre Welpen. Die beiden Rüden machen sich sofort auf den Weg zur Milchbar. Um 7.38 Uhr wird
Brianna geboren - eine wunderschöne tricolor farbene Hündin. Wieder setzen bei Grace die
Wehen ein und um 9.26 Uhr kommt ein weiterer Rüde zur Welt. Als um 10.55 Uhr noch ein
Rüde zur Welt kommt, gebe ich meine Hoffnungen, nach einer weiteren Hündin auf. Brianna
wird wohl unsere einzige kleine Prinzessin bleiben. Die Rüden sind alles schwarz-weiß und
relativ dunkel, wobei alle eine sehr schöne gleichmäßige Zeichnung am Kopf haben.
Mehr Infos und Fotos der Kleinen gibt es auf dieser Seite: B-Wurf. Und bald bekommt jeder
der kleinen Erdlinge seine eigene Seite.
7. Februar 2003




Die Welpen waren in der ersten Nacht ein bisschen unruhig. Wahrscheinlich hatte Grace
noch nicht genügend Milch. Dennoch haben sie schon sehr schön zugenommen. Die Welpen
werden zweimal täglich gewogen um ja sicher zu stellen, dass sie gesund sind und zunehmen.
Genauso wichtig ist es, die Welpen nicht nur in der Wurfkiste zu betrachten, sondern sie auch
täglich hochzuheben. Heute wurden alle Welpeninteressenten informiert. Leider musste ich
einigen absagen, die sich für Hündinnen interessiert hatten.
8. Februar 2003







Man bringt uns kaum dazu, die Wurfkiste zu verlassen. Meine Mailbox läuft über, weil ich
keine Lust verspüre, Grace und die Welpen auch nur einen Augenblick zu verlassen. Die Zeit
in der wir sie haben ist ja so kurz und acht Wochen vergehen wie ein Wimpernschlag, so dass
ich jede Minuten mit den Kleinen genießen möchte. Nicht nur genießen will ich sie, sondern
den Welpen den bestmöglichen Start in ihr Leben ermöglichen. Die Gewichtszunahme ist sehr
gleichmäßig und man kann ihnen beim Wachsen zusehen. Sie haben ja nichts anderes zu tun,
als zu trinken und zu schlafen. Grace muss man ebenfalls nötigen, die Wurfkiste zu verlassen,
kaum dass sie sich versäubert hat, will sie auch schon wieder zu ihren Kindern. Sie ist sehr
fürsorglich und instinktsicher. Auch bei der Geburt war Hilfe von uns überflüssig.
9. Februar 2003
















Fressen - schlafen - fressen - schlafen, das ist der Rhythmus dem die Welpen folgen.
Grace hat da schon mehr zu tun, sie muss Bäuche massieren und putzen, die Milch
"bereitstellen" und für Wärme sorgen. Es ist ein schönes Bild, eine Hündin dabei beobachten
zu können, wie sie ihre Welpen versorgt.
Hier mal ein Bild, wie es an der Milchbar aussieht:

Von links nach rechts sind es: Brigadoone, Brooklyn, Brianna, Bodyguard und Bravado.
14. Februar 2003

 
























Endlich habe ich wieder Zeit, das Tagebuch upzudaten. Die Babies wachsen und es ist
wunderbar, ihnen dabei zuzusehen. Seit der Geburt haben sie ihr Gewicht nahezu 
verdoppelt. Wir wiegen sie täglich und jeder der Welpen wird immer wieder aus der Wurfkiste
geholt und ein bisschen gehätschelt. Anfangs hat ihnen das gar nicht so gepasst, aber jetzt
erkennen sie uns bereits am Geruch und hören auf zu strampeln, sobald sie uns ihrer
Geruchsprobe unterzogen haben. Brigadoone ist ein sehr ruhiger und zufriedener Welpe,
Bravado strampelt am meisten, wenn man ihn hochnimmt, Brooklyn und Bodyguard sind
ebenfalls sehr lebhaft, genießen es aber, wenn man sie am Bauch krault. Brianna ist diejenige,
die sich kaum von Grace' Zitzen trennen mag und schläft meist während des Trinkens ein.
Sie scheint mir sehr ausgeglichen zu sein, nimmt man unsere kleine Prinzessin hoch,  bleibt
sie völlig entspannt und genießt die Streicheleinheiten.
Wenn man die Welpen hinter den Schultern krault, kann man damit einen Kratzreflex auslösen.
Die nächste Woche wird für uns alle spannend, denn die Welpen werden die Augen öffnen.
Grace wird es jetzt zeitweise zu langweilig in der Wurfkiste und die Ausflüge nach draußen,
reichten auch nicht mehr. Heute wollte sie unbedingt wieder was tun, so haben wir ein bisschen
Frisbee gespielt, danach ist sie wieder zufrieden in ihre Wurfkiste zurückgekehrt.
Shelley, die Besitzern von Chase, dem Papa der Welpen, erkundigt sich ebenfalls regelmäßig 
nach den Welpen und sie ist, wie ich, sehr stolz darauf, dass es den Kleinen gut geht und sie
sich gut entwickeln. Eigentlich hätte ich mir gewünscht, dass wenigsten einer der Welpen farblich
etwas mehr von Chase hätte, aber da hat sich Grace voll durchgesetzt. Mal sehen, wie sie sich
weiterhin entwickeln und ob sie nicht doch etwas von Chase haben.
Auf jedem Fall denke ich, dass es sehr aktive Hunde werden, die ihren Menschen viel Freude 
bereiten werden und ich gehe davon aus, dass die neuen Besitzer sie entsprechend ausbilden 
und fördern.

Die Welpen haben nun jeder eine eigene Seite, wobei ich aber auch die Seite B-Litter weiterhin
updaten werden. Hier geht es zu den einzelnen Seiten:
Bravado - Bodyguard - Brianna - Brooklyn - Brigadoone

18. Februar 2003









































Mittlerweile haben die Welpen die Augen einen spaltbreit offen. Und sie versuchen 
auf ihren wackligen Beinchen zu laufen. Brooklyn sitzt manchmal auch schon wie ein
Erwachsener, aber nur etwa 3 Sekunden bevor er umkippt - na ja, mit der Balance hapert
es noch ein bisschen, das wird schon noch. Auch unsere anderen Hunde dürfen jetzt zeitweise
wieder ins Wohnzimmer, aber auf keinem Fall in die Nähe der Wurfkiste - da wird Grace 
ziemlich fuchtig - zwei Meter Distanz müssen auf jedem Fall eingehalten werden. Um die
anderen Hunde in notwendiger Distanz zu halten genügt allein der Blickkontakt und sie
haben verstanden, dass es ihnen nicht gut bekommt, wenn sie nur einen Schritt näher 
kommen. 
Luke findet die Welpen nicht sehr spaßig und möchte auf keinem Fall in ihrer Nähe sein. 
Jill sind sie gleichgültig, aber Mae und Gwen könnten Stunden damit verbringen, in der Nähe 
der Welpen zu sein. Als wir die Welpen zum ersten Mal Gwen gezeigt haben, hat sie sich etwas
vor diesen komischen Dingern gefürchtet. Die Geräusche die von den Welpen ausgingen 
waren ihr sehr suspekt. Mittlerweile möchte sie aber unbedingt eine große Tante sein.

Gwen putzt Brigadoone

Mae würde sich, wenn sie dürfte, in die Wurfkiste zu den Welpen legen. Einmal hat sie
die Gelegenheit genutzt, als Grace gerade draußen war und sich zu den Welpen 
gelegt. Die Kleinen wurden geputzt und sie hat den Welpen ihren Bauch hingedreht, 
aber die Welpen haben schnell gemerkt, dass bei ihr keine Milch zu holen war.
Da ich oft gefragt werde, wo unsere Welpen aufwachsen, hier gibt es nun die nötigen
Auskünfte. Die Kleinen werden bei uns im Wohnzimmer geboren. Wir haben zwar einen
Zwinger mit Auslauf, aber nie würde ich wollen, dass die Welpen draußen geboren werden.
Auslauf und Zwinger werden als Spielplatz umfunktioniert, wenn Werner und ich  mal nicht 
auf die Welpen aufpassen können. Hier gibt es dann Tunnel, wacklige Bretter, Zerrspielzeuge, 
eine Wanne mit Bällen und vieles anderes, damit die Welpen angeregt werden. Natürlich
ist auch keiner der anderen Hunde im Zwinger! Ansonsten steht den Welpen der ganze
Garten und natürlich alle Räume im Haus zur Verfügung. Hier können sie alles lernen,
was für das Zusammenleben mit dem Menschen notwendig ist.

22. Februar 2003





































In den letzten Tagen hat sich wirklich einiges getan. Seit dem Tag, an dem sie die Augen
geöffnet haben, werden sie zunehmend aktiver. Sie begnügen sich nicht mehr damit, durch
die Wurfkiste zu krabbeln, sie wollen laufen. Sofern man diese Versuche, sich auf allen 
Vieren zu halten, als "Laufen" bezeichnen kann. Mit jedem Tag, der vergeht, werden sie 
sicherer auf den Beinen. Es sieht sehr niedlich aus, wenn sie tollpatschig ihre Gehversuche
starten. Sie können auch schon knurren und die ersten Spielversuche enden damit, dass wieder
ein Welpe über den anderen purzelt und mit allen Vieren in der Luft strampelt.
Es gefällt ihnen auch nicht mehr so gut, wenn sie Grace putzt, da wird dann schon mal
geknurrt und gemotzt. Grace stört das nicht im Mindesten, sie holt sich den Welpen 
mit den Fang heran und es bleibt dem Kleinen nichts anderes übrig, als die Waschung
über sich ergehen zu lassen.
Auch das Gehör wird täglich besser ausgebildet. Anfänglich haben sie als erstes auf ein
Zungenschnalzen reagiert, jetzt reagieren sie bereits auf die Stimme. Am nettesten ist es
wenn unsere anderen Hunde an die Wurfkiste kommen, denn dann kommen die Kleinen
an den Rand um mit ihren blauen Augen zu schauen, was sich da tut. Bravado will wie 
immer der Erste sein und ist bereits einmal über den Rand geklettert, so dass wir die
Seite bereits erhöht haben. 
Das bezauberndste Erlebnis hatte ich mit Brooklyn. Er war als einziger wach und als ich an
der Wurfkiste kniete, kam er an den Rand und hat gewedelt was das Zeug hält. Scheint wohl
kein Zufall gewesen zu sein, weil er das seit heute auch bei Gwenny macht, wenn sie zum
Schauen kommt. 
Und jetzt gibt es noch ein paar Daten, aber zuerst schreibe ich mal, was sie am 21.2.03 
gewogen haben: 

Bravado  1260 Gramm
Bodyguard 1240 Gramm
Brianna 1240 Gramm
Brooklyn 1300 Gramm
Brigadoone 1340 Gramm

Die Welpen trinken durchschnittlich ca. 7 Minuten, leider weiß ich nicht, wie oft am Tag,
sollte ich aber demnächst mal nicht schlafen können und nichts anderes vorhaben, werde ich 
mitzählen. 
Zähne haben die Welpen noch nicht, aber man sieht schon deutlich kleine Rillen, an denen
die Zähne bald sitzen werden. Das komplette Milchgebiss eines Welpen sollte 28 Zähne
umfassen. Ein Milchzahn, der im Welpengebiss nicht da ist, der kommt auch beim 
erwachsenen Hund nicht, allerdings haben erwachsene Hunde 42 Zähne.
Die Nasen sind bei allen ebenfalls schon fast pigmentiert und auch Ballen werden schon
schwarz. 

24. Februar 2003



























 

Heute wurden die Welpen zum ersten Mal entwurmt. Die meisten Welpen nehmen über
die Muttermilch Wurmeier mit auf, so daß es notwendig wird, sie regelmäßig zu entwurmen.
Es bietet sich auch an, eine Stuhlprobe durch den Tierarzt untersuchen zu lassen.
Grace hatte gestern Durchfall, kein Wunder, denn sie nimmt beim Putzen der Welpen deren
Kot und Urin auf. So mußte sie dann auch in die Badewanne um ihr das Hinterteil abzuduschen, 
bevor man sie wieder zu den Welpen lassen konnte.
Die erste Pediküre haben die Kleinen ebenfalls bekommen. Mit einem normalen Nagel-
zwicker habe ich die Krallen etwas gekürzt, damit das Gesäuge von Grace nicht so 
zerkratzt wird.
An Gewicht haben sie wieder zugelegt, sie sind rund, gesund und putzmunter.
Und am Sonntag war zum ersten Mal unsere Zuchtwartin Monika Schönwetter da, um die
Welpen zu besichtigen und um den Wurfmeldeschein auszufüllen, damit die Welpen bald
ihre Ahnentafeln bekommen. 
Besucher sind nun ebenfalls willkommen, um die Welpen anzusehen, ein paar waren ja 
schon da. Meine Nichte Lucia und Anna-Lena, die Tochter unserer Tierärzte waren nur
schwer wieder aus der Wurfkiste zu bekommen und Grace genoß die Streicheleinheiten
sichtlich. Unser Russisch-blau Kater Tristan bettelt ebenfalls täglich darum, ins Wohnzimmer 
gelassen zu werden. Er liegt dann auf der Heizung oder einem Sessel, sozusagen seine
Logenplätze, denn von dort kann er die Welpen wunderbar beobachten. 

Die Welpen werden zunehmend unternehmungslustig, wenn wir sie aus der Wurfkiste 
nehmen und auf einen Teppicht setzen. Ist einer der anderen Hunde da, "laufen" sie auf 
diesen zu - für Luke das Zeichen, sofort den Rückzug auf die Couch anzutreten.
5. März 2003

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Es wird wirklich wieder Zeit, das Tagebuch upzudaten. Es lag jedenfalls nicht daran, daß ich 
zu faul war, ich hatte schlicht und ergreifend keine Zeit. Gelegenlich muß ich in die Arbeit um 
die Brötchen für uns und unsere Hunde zu verdienen - wenn es auch schwer fällt.
Eins kann ich aber sagen, ich bin total verliebt in diese Winzlinge. Einer ist netter als der 
andere und sie entwickeln sich zu wahren Persönlichkeiten. Ich kann gar nicht beschreiben,
wie stolz ich auf diesen Wurf bin. 
Mir vergeht die Zeit viel zu schnell und wenn ich daran denke, daß sie morgen schon vier 
Wochen alt werden . . .
Die Entwicklung geht ebenso rasend schnell vor sich. Von kleinen Würmchen, die eher einem
Meerschweinchen glichen, haben sie sich nun zu Miniatur-Border-Collies entwickelt. Ihre 
anfänglichen Versuche zu gehen sind wesentlich verbessert. Sie tollen durch unser Wohnzimmer
und haben diesen Raum bereits als ihr Reich erobert. Sie müssen jeden Tag aufs Neue
ausprobieren, ob es nicht doch möglich ist, mit dem Kopf irgendwo dagegenzurennen, um zu
testen, ob der oder das nachgibt. Mittlerweile reagieren sie darauf, wenn man ruft, allerdings
ist der Orientierungssinn noch nicht so gut ausgeprägt. 

Die Schlacht am "kalten" Büffet

Was hat sich noch getan:
Wir haben die Wurfkiste gegen einen Welpenauslauf getauscht
Die Ausbrüche aus der Wurfkiste haben uns etwas früher als geplant dazu gezwungen.
Denn Familie Trippel-Trappel hat uns so ca. gegen 5.00 Uhr morgens abwechselnd mit Spiel, 
Spaß, Protestgeschrei, Streit und Geknurre aus dem Bett geworfen.

Die Welpen werden auf normale Mahlzeiten langsam umgestellt. Es gibt Welpenmilch
von Royal Canin und ein altersgemäßes Welpenfutter wird angeboten. Sie nehmen das
angebotene Futter gut und gerne an.

Da sie unser ganzes Wohnzimmer mit Beschlag belegt haben heißt das auch, daß der
Verbrauch von Küchenrollen radikal angestiegen ist. Wir werden wohl bald Mengen-
rabatt bekommen. Wir haben zwar den Großteil des Zimmers mit Zeitungspapier 
ausgelegt, aber irgendwie finden sie immer ein Stückchen Laminat, das sich bepinkeln
läßt. Wenigstens gehen sie zum Pinkeln von der Decke herunter, wobei sie auch da
nicht immer sehr gut treffen. Grace ist nach wie vor sehr fürsorglich, so daß uns die Entfernung der Häufchen Großteils noch erspart bleibt.

Seit gestern haben sie auch angefangen, auf Spielzeug zu reagieren. Nur muß man es
seeehr langsam bewegen, weil die optische Wahrnehmung noch nicht so gut ausgeprägt 
ist. Naja, die Ausdauer läßt ebenfalls noch etwas zu wünschen übrig.

Der Rest unserer Meute darf jetzt ebenfalls wieder ins Wohnzimmer, Grace ist jetzt
wieder wesentlich toleranter, was die Welpen anbelangt, allerdings kennt sie beim Futter
keine Gnade - hier wird nicht geteilt. Mae und Gwen sind hervorragende Tanten. Gwen,
selbst noch ein Teenager, startet unbeholfene Spielversuche mit den Kleinen und schiebt
sie mit der Nase herum. Mae putzt und säubert die Welpen. Und Luke hofft, daß man ihn
jeglicher Verpflichtung den Welpen gegenüber entbindet und ihn tunlichst in Ruhe läßt.
Jill, ganz die geborene Erzieherin, hat ein wachsames Auge auf die Kleinen und knurrt
schon mal, wenn einer sehr dreist ist und zum wiederholten Male über sie purzelt.

Jetzt mache ich aber mal Schluß, sonst hat niemand mehr Lust, meine lange Vorträge zu lesen.
Ich verspreche, daß das nächste Update nicht so lange auf sich warten läßt.

25. März 2003

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jetzt wird es ernst! Die Welpen entwickeln sich wirklich super. Sie sind allesamt kleine 
Draufgänger, die ihre Umwelt nun unermüdlich erforschen. Hat anfangs Grace die Betreuung
der Welpen übernommen, so machen dies nun zusehens die große Schwester Mae und Tante Gwen.
Dennoch ist Grace weiterhin sehr fürsorglich (frißt den Welpen das Futter weg wo es nur geht)
und läßt die Welpen noch mehrmals täglich trinken, aber sie schränkt die Zeit ein, die Zeiten
werden immer kürzer. Und wenn es ihr zuviel wird, greift sie den Welpen über den Fang und 
erklärt ihnen so, dass die schöne Zeit an der Milchbar bald zu Ende ist.
Was gab es sonst noch, ist ja schon eine Weile her, dass ich dazu was geschrieben hatte?

Border Collie Welpen sind Frühaufsteher - um 6.00 Uhr morgens ist die Nacht rum
Getrockneter Pansen schmeckt ausgezeichnet
Der Garten ist das Revier ein kleinen Horde wildgewordener Border Collies
die sich täglich mehr als Landschaftsgärtner betätigen. Die Blumen, die wir 
gekauft haben, sind sicher eine langlebige und lohnende Investition ;-))

Die erwachsenen Hunde lassen sich (leider) nicht alles gefallen und wir können
gaaaaaaanz laut brüllen, wenn uns auch nur ein einziges Haar gekrümmt wird
Besucher sind toll und besonders kleine Mädchen mit langen blonden Haaren - 
daran kann man wunderbar ziehen (Anna-Lena und Madeline sind tolle Spielgefährten)

Wenn die großen Hunde bellen, braucht man nicht gleich zu flüchten
Autofahren ist anfangs nicht so toll, da wird fest gejammert
Mittlerweile macht es mehr Spaß, weil es danach immer was zu staunen gibt (man
kann zum Beispiel Susi's Nichte Lucia besuchen und ihr im Sandkasten helfen)
Tierärzte sind ja eigentlich ganz nett, wenn sie einen nicht pieksen oder einem
in die Augen leuchten. Und dort gibt es leckere gekochte Putenschnitzel.
Andere Hunde sind auch ganz nett, besonders Nike
Halsbänder sind doof - das juckt so und man wird sie wieder los, wenn man wie 
ein Mustang buckelt, aber mit Pansenstangen bemerkt man sie gar nicht mehr
Es ist super, wenn man draußen in der Sonne faulenzen kann und von Frauchen den
Bauch gekrault bekommt, zu blöd, wenn sie selbst in der Sonne einschläft
Man braucht nur vor der Türe auf und ab zu laufen und etwas zu winseln - schon
geht es nach draußen
Auch die eigenen Geschwister haben Zähne - aber man darf ja wohl mal probieren,
ob man den ein oder anderen unterbuttern kann
Western und Tiersendungen im Fernsehen sind toll und Wölfe heulen so schön (BC-Welpen
übrigens auch)
Wir sind auch schon Tanten und Onkel, da Luke am 21. März 2003 Papa von 
sechs wunderschönen Welpen geworden ist. Es sind 5 Rüden und eine Hündin.
Mehr unter Luke's Nachwuchs
Susi mag es nicht, wenn wir gleichzeitig mit der Wasserschüssel und Erde aus einem Blumentopf eine Wasser- und Schlammschlacht veranstalten und dann mit den 
Dreckpfoten durch das Wohnzimmer laufen 
Bürsten auf dem Tisch ist langweilig, aber das stachlige Ding zu fangen ist lustig
Das Spiel mit dem komischen Knackfrosch macht Spaß - man kann Susi immer
dazu bringen, dass es ganz tolle Sachen zu fressen gibt

Die zukünftigen Welpenbesitzer waren schon da, um sich für ihren Liebling zu entscheiden.
Mittlerweile sind die Welpen dreimal entwurmt. Einmal mit Panacur und zweimal mit Welpan.
Sie wurden mikrogechipt und sind jetzt "eindeutig" identifizierbar. Auch die Untersuchung
auf erbliche Augenerkrankungen haben sie mit Bravour gemeistert. Alle fünf sind CEA-frei
befundet worden. Dazu möchte ich sagen, dass meine Welpen gleich anfangs der sechsten
Woche untersucht werden (und nicht, wie es viele Züchter machen, erst in der 7. oder 8. Woche), 
da hier der Augenhintergrund noch nicht pigmentiert ist. Nur so ist ein untrügliches Ergebnis 
erzielbar. Wir wollen uns nicht in die eigene Tasche lügen.
Die Welpen werden momentan auf den Clicker konditioniert, die gekochten Putenschnitzel
kommen dabei sehr gut an. Wir unternehmen auch kurze Fahrten zu uns auf den Übungsplatz,
dort können sich die Kleinen nach Lust und Laune austoben und gewöhnen sich so an das
Mitfahren im Auto. Jeden zweiten Tag werden sie gebürstet und abgetastet, sie sollen sich
schon früh daran gewöhnen, dass sie das ohne Gegenwehr tolerieren. Das umfaßt die Kontrolle
der Ohren, der Augen und des Fangs. Ebenso werden sie (ausschließlich von mir und Werner)
während der Streicheleinheiten mal auf den Rücken gedreht und kurz festgehalten. Sie sollen
lernen, dass sie Menschen vertrauen können, egal was geschieht. Unser Zwinger mit Auslauf
wurde in einen Welpenspielplatz umgewandelt und wird begeistert genutzt. Ein großes 
Dankeschön geht hier an den Wettergott, der dafür gesorgt hat, dass fast täglich die Sonne
scheint. Ich bin froh, dass wir Brianna (sie hat Werner schon total für sich eingenommen, sobald 
sie ihn hört, kommt sie mit ihren kurzen Beinchen angedackelt und himmelt ihn an) behalten 
werden, dennoch fällt es mir jetzt schon schwer, wenn die Welpen mit 9 Wochen von ihren 
neuen Besitzern abgeholt werden. 

3. April 2003









Heute war wieder ein Tierarztbesuch angesagt. Die Welpen erhielten die 5-fach Impfung
(
Grundimmunisierung außer Tollwut), diese Impfung muß in den nächsten vier Wochen 
wiederholt werden. Außerdem bekommen sie dann die Tollwutimpfung dazu. Mittlerweile 
haben sich die Kleinen an unsere regelmäßigen Autofahrten gewöhnt und es war nichts mehr
Besonderes. Beim Impfen selbst hat sich rausgestellt, daß auch hier ein paar empfindlichere
Gemüter dabei sind. Die einen nahmen alles problemlos hin und die anderen gaben schon 
einen kleinen Quietscher von sich. Aber alles war sehr schnell wieder heil, wenn man erst
die tollen Kekse mit Vitaminpaste gekostet hatte, die hat sich keiner entgehen lassen.
Nachdem Grace ihren Kindern nun regelmäßig das Futter vorwürgen möchte, darf sie nach
dem Fressen nun nicht mehr zu den Welpen. Einmal haben sie auch Gwen dazu gebracht, 
ihr Futter wieder abzugeben und dieses rauszuwürgen und nur Luke wird in Ruhe gelassen.
8. April 2003












Monika Schönwetter unsere Zuchtwartin war zur zweiten Wurfabnahme da. Sie hat sich
sehr über die tolle Entwicklung unseres B-Wurfes gefreut und bei der Wurfabnahme gab
es keinerlei Beanstandung.
Die Ahnentafeln liegen ebenfalls bereits vor, allerdings hatten sich ein paar kleine Fehler
eingeschlichen (kein Wunder, wenn man bedenkt, wieviele Ahnentafeln von der Zuchtbuch-
stelle erstellt werden) und Herr Ploen ist so nett, diese zu korrigieren und neue Ahnentafeln 
auszudrucken. 
Mit den Welpen bin ich nun regelmäßig unterwegs, wir fahren zu unserem Übungsplatz nach
Hallbergmoos und gehen dort spazieren. Dort lernen die Welpen auch, sich auf unterschiedlichen
Untergründen zu bewegen, sie spielen am Bach und haben schon gelernt über die wacklige 
Brücke zu laufen, die über den beschriebenen Bach führt. 
Der Lärm der an- und abfliegenden Flugzeuge stört sie nicht im mindesten und auch auf 
andere laute Geräusche reagieren sie nicht sehr empfindlich. Sie haben nun auch regelmäßigen
Kontakt zu einer Auswahl sehr freundlicher erwachsener Hunde.
11. April 2003











Heute wurden Brigadoone und Brooklyn abgeholt. 
Brigadoone wird nun Dusty heißen, er war immer der souveränste Welpe im Wurf. 
Weder sehr dominant noch unterwürfig, vielmehr hat er Streitigkeiten mit den Geschwistern 
nicht durch sein größeres Gewicht (er hatte schließlich immer etwas mehr "Kampfgewicht" 
als die anderen) bereinigt. Wenn es möglich war ließ er sich von vorneherein auf keine Rauferei 
ein. Ebenso reagierte er auf die Umwelt, ihn bringt so leicht nichts aus der Ruhe.
Brooklyn's Temperament ist leichter entflammbar. Meistens war es seine Idee, irgendwo ein
neues Loch zu graben, er neigt eher dazu, sein Futter und sein Spielzeug zu verteidigen. Er liebt
Zerrspiele und Streicheleinheiten gleichermaßen. 
So sehr es mich gefreut hat, für beide wirklich tolle Familien gefunden zu haben, so hart ist 
dennoch der Abschied. Wenn man so einen Wurf vom ersten Atemzug an betreut, jeden ihrer
wackligen Schritte überwacht und sie heranwachsen sieht, dann gibt man mit der Abgabe an die
neuen Besitzer auch immer ein Stück von sich selbst mit.  
12. April 2003





Auch Bravado - er hört nun auf den Namen Yukon - ist seit heute in seinem neuen Zuhause.
Mich freut besonders, daß er nicht sehr weit entfernt von uns wohnt. Er wird bei uns den
Welpenkurs besuchen und ich kann seine Entwicklung aus nächster Nähe beobachten.
Yukon war immer ein etwas ruhigerer Welpe, der auch bei seinen Temperamentsausbrüchen
nicht so wild wie seine Geschwister ist. Er ist sehr gut ansprechbar und eigentlich immer sehr
problemlos im Umgang. Deshalb denke ich auch, daß er der geeignetste Welpe für eine 
Familie mit Kindern ist. 
15. April 2003






Der Alptraum eines jeden Züchters ist heute wahr geworden. Es waren Interessenten für
Bodyguard da, einfach schreckliche Leute. Abgesehen davon, dass sie nicht in der Lage waren
einen Welpen richtig hochzunehmen, waren sie dermaßen unverschämt und protzten mit ihrem
Geld, dass ich mich echt zusammenreißen mußte. Auf die Frage, was sie mit dem Hund machen
wollten bekam ich die Antwort, dass sie gerne Biergärten besuchen. 
Nachdem sie mir angeboten hatten, für Brianna mehr als den geforderten Preis zu zahlen, wenn 
sie sie haben könnten, habe ich sie höflich aber bestimmt verabschiedet. Aber auch diese Leute 
werden von irgendwo her einen Welpen bekommen.
25. April 2003










Unser A-Wurf ist heute genau drei Jahre alt.
Leider haben wir noch nicht den richtigen Platz für Bodyguard gefunden. Er ist der weichste
Rüde. Auf Neues reagiert er zwar nicht ängstlich, dennoch ist er etwas zurückhaltender als 
seine Geschwister. Er ist ein wunderschöner Rüde mit einer sehr guten Fellanlage und ich
denke, dass er mal Stehohren bekommt. Trotz seiner dunklen Farbe kommt er doch sehr nach
seinem Papa, der ebenfalls ein sehr softer Rüde ist. Vergleiche ich die beiden Würfe, so muss ich
schon sagen, dass der B-Wurf insgesamt weicher ist. Die Welpen aus dem A-Wurf waren aber 
leichter erregbar. Die B-Welpen sind als Geschwister vom Aussehen her etwas unterschiedlicher
als es der A-Wurf war. Die B-Kinder verhalten sich anderen Hunden gegenüber devoter und
spielten lieber untereinander Zerrspiele. Der A-Wurf liebte wilde Jagd- und Rennspiele. Sehr 
beliebt war dabei, wer die Burg hält. Insgesamt gesehen, bin ich mit dem B-Wurf sehr zufrieden
und sehe seiner weiteren Entwicklung mit allergrößter Spannung entgegen.
1. Mai 2003
















Bodyguard und Brianna entwickeln sich prächtig. Die beiden sind wirklich tolle Hunde.
Es waren mittlerweile drei weitere Familien da, um sich Bodyguard anzusehen. Ganz davon
abgesehen, dass alle diese Familien sehr nette Menschen waren, so mußte ich doch feststellen, dass nach meiner Einschätzung keine davon für die Haltung eines Border Collies geeignet war. Allen Interessenten hatte ich immer Nahe gelegt, sich das Buch von Rolf C. Franck "Border Collie", erschienen im Cadmos-Verlag zu kaufen. Bestünde nach der Lektüre dieses Buches noch immer Interesse an dieser wunderbaren Rasse, könnten sie gerne noch ein zweites Mal bei uns vorbeikommen. Ein Familie war sehr freundlich und hat mich später noch einmal angerufen, sich für die Beratung bedankt und mir mitgeteilt, dass sie nach einer passenderen Rasse Ausschau halten würden. Abgesehen von unzähligen 
Telefonaten mit Leuten, denen ich erklären mußte, dass ein Border Collie wohl nicht die richtige
Hunderasse für sie ist, waren die meisten Anfragen sehr nett und verstanden meine Bedenken bezüglich der Haltung eines Border Collies. Vielleicht hält man mich für spleenig und vielleicht ärgert sich mancher, dass er nicht gut genug für meine Welpen ist, aber ich möchte versuchen, für die von mir gezogenen Welpen die bestmöglichen Plätze zu finden. Und diese Plätze sehen so aus, dass die 
Leute meine Arbeit erstens zu schätzen wissen und die von mir gezüchteten Hunde auch nicht 
in der Versenkung verschwinden. Dass die Hunde eine entsprechende Ausbildung erhalten 
sollen ist obligatorisch. 

Ich versuche immer, den Interessenten zu erklären, was sie sich mit einem BC "antun". Dass es
schlecht für einen BC-Welpen wäre, wenn er auf einem Reiterhof den ganzen Tag frei herumlaufen
kann und dass ein Hund kein Geschwisterersatz für ein Einzelkind sein kann.
10. Mai 2003













Heute hat uns nun auch Bodyguard verlassen. Er war schon immer der softeste Rüde und eher
etwas abwartender als seine Geschwister und außerdem ist er ein großer Schmuser. Sein neues Zuhause ist nun in der Nähe von Fürth. Es hat sich wieder einmal herausgestellt, dass es möglich ist, für 
jeden Welpen den passenden Platz zu finden. Ich war wirklich schon kurz davor, den kleinen Rüden 
selbst zu behalten, was wirklich eine außerordentlich dumme Entscheidung gewesen wäre. 
Aber dieser kleine Rüde hat Charme für 5. Bodyguard heißt nun Sky (wie der Himmel) und den 
Himmel auf Erden hat er nun bei Elke und ihrer 6-jährigen Border Collie Hündin "Cassy" gefunden, 
die  jetzt seine große Freundin ist. Sky abzugeben ist mir am schwersten gefallen,
wahrscheinlich auch deshalb, weil er am längsten bei uns war, aber nicht nur deswegen, an manchen
Hund verschenkt man einfach sein Herz (so ähnlich ist es mir vor drei Jahren auch mit Luke gegangen).
Aber eigentlich kann ich gar nicht sagen, welcher Welpe aus dem Wurf mein Lieblingshund war.
Auch Brianna scheint ihn vermißt zu haben, denn sie hat am Sonntag nur sehr wenig gefressen 
und hat alles Spielzeug nach draußen getragen und nach ihrem Bruder Ausschau gehalten. 
Jetzt muss Tante Gwen herhalten und bei einer erwachsenen Schäferhundedame hält das Spielzeug 
nicht sehr lange.
13. April 2003






















Brianna macht sich sehr gut. Gestern haben wir die niedrigen Geräte für die Rettungshunde
der RHS Isar ausprobiert. Die Kleine ist die geborene Ballerina. Auch ein kleines unter-
irdisches Tunnelsystem hat ihr keine Angst bereitet und sie ist ohne Scheu durchgelaufen.
Sie ist nun überall dabei um all das Neue kennenzulernen, was das Leben für sie bereit hält.
Sie liebt das Clickertraining und folgt mir auf Schritt und Tritt, damit ihr nur ja nichts entgeht.
Ich habe nun schon ebenfalls begonnen, sie fürs Obedience zu trainieren und versuche 
weitgehend nach der Methode von Mary Ray zu arbeiten (ich hoffe, dass es mir auch nur 
annähernd gelingt). Momentan beschäftigen wir uns damit, eine gute und lockere Arbeitshaltung
zu erreichen und sie ist mit Freude und Begeisterung bei der Sache. 
Ansonsten arbeiten wir an ihrer Erziehung zu einer problemlosen und freundlichen Hausgenossin.
Grace ist momentan total abgehaart, das Gesäuge hat sich gut zurückgebildet und sie lechzt
neuen Aufgaben entgegen. Wir haben uns vorgenommen, noch heuer in OB 2 zu starten und 
fangen nun wieder ordentlich zu trainieren an. Ihr Einsatz im Agility ist ungebremst, da läuft sie 
leider nicht, sondern sie fliegt tief.

An dieser Stelle möchte ich nun das Welpentagebuch abschließen und hoffe, ihr alle hattet ein
wenig Freude daran, diese Zeilen zu lesen und meine Erlebnisse mit mir zu teilen. Ich kann euch
allen gar nicht sagen, wie wunderschön es ist, Welpen zu betreuen und aufwachsen zu sehen.
Die weitere Entwicklung und alles Neue kann ab sofort auf den eigenen Welpenseiten
verfolgt werden. Ab nächster Woche gibt es dann auch neue Fotos!!!


Meinen Welpenkäufern wünsche ich allzeit eine glückliche Hand bei der Erziehung und
Ausbildung dieser wunderbaren Hunde und möchte nochmals betonen, dass ich euch jederzeit
mit Rat und Tat zur Seite stehe.
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