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Das
Tagebuch unserer Welpen |
| 6.
Februar 2003 |
Nach
einer langen Nacht werden Grace' Wehen stärker. Und um 6.30 Uhr ist es
endlich soweit, der erste Welpe wird geboren. Es ist ein sehr schöner kräftiger Rüde. Grace ist noch mit putzen und säubern beschäftigt, als sich auch schon der zweite Welpe anmeldet und flott ins Leben rutscht. Ein zweiter Rüde ist geboren. Nun macht Grace erst einmal Pause, versorgt ihre Welpen. Die beiden Rüden machen sich sofort auf den Weg zur Milchbar. Um 7.38 Uhr wird Brianna geboren - eine wunderschöne tricolor farbene Hündin. Wieder setzen bei Grace die Wehen ein und um 9.26 Uhr kommt ein weiterer Rüde zur Welt. Als um 10.55 Uhr noch ein Rüde zur Welt kommt, gebe ich meine Hoffnungen, nach einer weiteren Hündin auf. Brianna wird wohl unsere einzige kleine Prinzessin bleiben. Die Rüden sind alles schwarz-weiß und relativ dunkel, wobei alle eine sehr schöne gleichmäßige Zeichnung am Kopf haben. Mehr Infos und Fotos der Kleinen gibt es auf dieser Seite: B-Wurf. Und bald bekommt jeder der kleinen Erdlinge seine eigene Seite. |
| 7.
Februar 2003 |
Die
Welpen waren in der ersten Nacht ein bisschen unruhig. Wahrscheinlich
hatte Grace noch nicht genügend Milch. Dennoch haben sie schon sehr schön zugenommen. Die Welpen werden zweimal täglich gewogen um ja sicher zu stellen, dass sie gesund sind und zunehmen. Genauso wichtig ist es, die Welpen nicht nur in der Wurfkiste zu betrachten, sondern sie auch täglich hochzuheben. Heute wurden alle Welpeninteressenten informiert. Leider musste ich einigen absagen, die sich für Hündinnen interessiert hatten. |
| 8.
Februar 2003 |
Man
bringt uns kaum dazu, die Wurfkiste zu verlassen. Meine Mailbox läuft
über, weil ich keine Lust verspüre, Grace und die Welpen auch nur einen Augenblick zu verlassen. Die Zeit in der wir sie haben ist ja so kurz und acht Wochen vergehen wie ein Wimpernschlag, so dass ich jede Minuten mit den Kleinen genießen möchte. Nicht nur genießen will ich sie, sondern den Welpen den bestmöglichen Start in ihr Leben ermöglichen. Die Gewichtszunahme ist sehr gleichmäßig und man kann ihnen beim Wachsen zusehen. Sie haben ja nichts anderes zu tun, als zu trinken und zu schlafen. Grace muss man ebenfalls nötigen, die Wurfkiste zu verlassen, kaum dass sie sich versäubert hat, will sie auch schon wieder zu ihren Kindern. Sie ist sehr fürsorglich und instinktsicher. Auch bei der Geburt war Hilfe von uns überflüssig. |
| 9.
Februar 2003 |
Fressen
- schlafen - fressen - schlafen, das ist der Rhythmus dem die Welpen
folgen. Grace hat da schon mehr zu tun, sie muss Bäuche massieren und putzen, die Milch "bereitstellen" und für Wärme sorgen. Es ist ein schönes Bild, eine Hündin dabei beobachten zu können, wie sie ihre Welpen versorgt. Hier mal ein Bild, wie es an der Milchbar aussieht: ![]() Von links nach rechts sind es: Brigadoone, Brooklyn, Brianna, Bodyguard und Bravado. |
| 14.
Februar 2003
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Endlich
habe ich wieder Zeit, das Tagebuch upzudaten. Die Babies wachsen und es
ist wunderbar, ihnen dabei zuzusehen. Seit der Geburt haben sie ihr Gewicht nahezu verdoppelt. Wir wiegen sie täglich und jeder der Welpen wird immer wieder aus der Wurfkiste geholt und ein bisschen gehätschelt. Anfangs hat ihnen das gar nicht so gepasst, aber jetzt erkennen sie uns bereits am Geruch und hören auf zu strampeln, sobald sie uns ihrer Geruchsprobe unterzogen haben. Brigadoone ist ein sehr ruhiger und zufriedener Welpe, Bravado strampelt am meisten, wenn man ihn hochnimmt, Brooklyn und Bodyguard sind ebenfalls sehr lebhaft, genießen es aber, wenn man sie am Bauch krault. Brianna ist diejenige, die sich kaum von Grace' Zitzen trennen mag und schläft meist während des Trinkens ein. Sie scheint mir sehr ausgeglichen zu sein, nimmt man unsere kleine Prinzessin hoch, bleibt sie völlig entspannt und genießt die Streicheleinheiten. Wenn man die Welpen hinter den Schultern krault, kann man damit einen Kratzreflex auslösen. Die nächste Woche wird für uns alle spannend, denn die Welpen werden die Augen öffnen. Grace wird es jetzt zeitweise zu langweilig in der Wurfkiste und die Ausflüge nach draußen, reichten auch nicht mehr. Heute wollte sie unbedingt wieder was tun, so haben wir ein bisschen Frisbee gespielt, danach ist sie wieder zufrieden in ihre Wurfkiste zurückgekehrt. Shelley, die Besitzern von Chase, dem Papa der Welpen, erkundigt sich ebenfalls regelmäßig nach den Welpen und sie ist, wie ich, sehr stolz darauf, dass es den Kleinen gut geht und sie sich gut entwickeln. Eigentlich hätte ich mir gewünscht, dass wenigsten einer der Welpen farblich etwas mehr von Chase hätte, aber da hat sich Grace voll durchgesetzt. Mal sehen, wie sie sich weiterhin entwickeln und ob sie nicht doch etwas von Chase haben. Auf jedem Fall denke ich, dass es sehr aktive Hunde werden, die ihren Menschen viel Freude bereiten werden und ich gehe davon aus, dass die neuen Besitzer sie entsprechend ausbilden und fördern. Die Welpen
haben nun jeder eine eigene Seite, wobei ich aber auch die Seite B-Litter
weiterhin |
| 18.
Februar 2003 |
Mittlerweile
haben die Welpen die Augen einen spaltbreit offen. Und sie versuchen auf ihren wackligen Beinchen zu laufen. Brooklyn sitzt manchmal auch schon wie ein Erwachsener, aber nur etwa 3 Sekunden bevor er umkippt - na ja, mit der Balance hapert es noch ein bisschen, das wird schon noch. Auch unsere anderen Hunde dürfen jetzt zeitweise wieder ins Wohnzimmer, aber auf keinem Fall in die Nähe der Wurfkiste - da wird Grace ziemlich fuchtig - zwei Meter Distanz müssen auf jedem Fall eingehalten werden. Um die anderen Hunde in notwendiger Distanz zu halten genügt allein der Blickkontakt und sie haben verstanden, dass es ihnen nicht gut bekommt, wenn sie nur einen Schritt näher kommen. Luke findet die Welpen nicht sehr spaßig und möchte auf keinem Fall in ihrer Nähe sein. Jill sind sie gleichgültig, aber Mae und Gwen könnten Stunden damit verbringen, in der Nähe der Welpen zu sein. Als wir die Welpen zum ersten Mal Gwen gezeigt haben, hat sie sich etwas vor diesen komischen Dingern gefürchtet. Die Geräusche die von den Welpen ausgingen waren ihr sehr suspekt. Mittlerweile möchte sie aber unbedingt eine große Tante sein.
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| 22.
Februar 2003 |
In
den letzten Tagen hat sich wirklich einiges getan. Seit dem Tag, an dem
sie die Augen geöffnet haben, werden sie zunehmend aktiver. Sie begnügen sich nicht mehr damit, durch die Wurfkiste zu krabbeln, sie wollen laufen. Sofern man diese Versuche, sich auf allen Vieren zu halten, als "Laufen" bezeichnen kann. Mit jedem Tag, der vergeht, werden sie sicherer auf den Beinen. Es sieht sehr niedlich aus, wenn sie tollpatschig ihre Gehversuche starten. Sie können auch schon knurren und die ersten Spielversuche enden damit, dass wieder ein Welpe über den anderen purzelt und mit allen Vieren in der Luft strampelt. Es gefällt ihnen auch nicht mehr so gut, wenn sie Grace putzt, da wird dann schon mal geknurrt und gemotzt. Grace stört das nicht im Mindesten, sie holt sich den Welpen mit den Fang heran und es bleibt dem Kleinen nichts anderes übrig, als die Waschung über sich ergehen zu lassen. Auch das Gehör wird täglich besser ausgebildet. Anfänglich haben sie als erstes auf ein Zungenschnalzen reagiert, jetzt reagieren sie bereits auf die Stimme. Am nettesten ist es wenn unsere anderen Hunde an die Wurfkiste kommen, denn dann kommen die Kleinen an den Rand um mit ihren blauen Augen zu schauen, was sich da tut. Bravado will wie immer der Erste sein und ist bereits einmal über den Rand geklettert, so dass wir die Seite bereits erhöht haben. Das bezauberndste Erlebnis hatte ich mit Brooklyn. Er war als einziger wach und als ich an der Wurfkiste kniete, kam er an den Rand und hat gewedelt was das Zeug hält. Scheint wohl kein Zufall gewesen zu sein, weil er das seit heute auch bei Gwenny macht, wenn sie zum Schauen kommt. Und jetzt gibt es noch ein paar Daten, aber zuerst schreibe ich mal, was sie am 21.2.03 gewogen haben:
Die Welpen
trinken durchschnittlich ca. 7 Minuten, leider weiß ich nicht, wie oft am
Tag, |
| 24.
Februar 2003
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Heute
wurden die Welpen zum ersten Mal entwurmt. Die meisten Welpen nehmen über die Muttermilch Wurmeier mit auf, so daß es notwendig wird, sie regelmäßig zu entwurmen. Es bietet sich auch an, eine Stuhlprobe durch den Tierarzt untersuchen zu lassen. Grace hatte gestern Durchfall, kein Wunder, denn sie nimmt beim Putzen der Welpen deren Kot und Urin auf. So mußte sie dann auch in die Badewanne um ihr das Hinterteil abzuduschen, bevor man sie wieder zu den Welpen lassen konnte. Die erste Pediküre haben die Kleinen ebenfalls bekommen. Mit einem normalen Nagel- zwicker habe ich die Krallen etwas gekürzt, damit das Gesäuge von Grace nicht so zerkratzt wird. An Gewicht haben sie wieder zugelegt, sie sind rund, gesund und putzmunter. Und am Sonntag war zum ersten Mal unsere Zuchtwartin Monika Schönwetter da, um die Welpen zu besichtigen und um den Wurfmeldeschein auszufüllen, damit die Welpen bald ihre Ahnentafeln bekommen. Besucher sind nun ebenfalls willkommen, um die Welpen anzusehen, ein paar waren ja schon da. Meine Nichte Lucia und Anna-Lena, die Tochter unserer Tierärzte waren nur schwer wieder aus der Wurfkiste zu bekommen und Grace genoß die Streicheleinheiten sichtlich. Unser Russisch-blau Kater Tristan bettelt ebenfalls täglich darum, ins Wohnzimmer gelassen zu werden. Er liegt dann auf der Heizung oder einem Sessel, sozusagen seine Logenplätze, denn von dort kann er die Welpen wunderbar beobachten. ![]() Die Welpen werden zunehmend unternehmungslustig, wenn wir sie aus der Wurfkiste nehmen und auf einen Teppicht setzen. Ist einer der anderen Hunde da, "laufen" sie auf diesen zu - für Luke das Zeichen, sofort den Rückzug auf die Couch anzutreten. |
| 5.
März 2003
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Es
wird wirklich wieder Zeit, das Tagebuch upzudaten. Es lag jedenfalls nicht
daran, daß ich zu faul war, ich hatte schlicht und ergreifend keine Zeit. Gelegenlich muß ich in die Arbeit um die Brötchen für uns und unsere Hunde zu verdienen - wenn es auch schwer fällt. Eins kann ich aber sagen, ich bin total verliebt in diese Winzlinge. Einer ist netter als der andere und sie entwickeln sich zu wahren Persönlichkeiten. Ich kann gar nicht beschreiben, wie stolz ich auf diesen Wurf bin. Mir vergeht die Zeit viel zu schnell und wenn ich daran denke, daß sie morgen schon vier Wochen alt werden . . . Die Entwicklung geht ebenso rasend schnell vor sich. Von kleinen Würmchen, die eher einem Meerschweinchen glichen, haben sie sich nun zu Miniatur-Border-Collies entwickelt. Ihre anfänglichen Versuche zu gehen sind wesentlich verbessert. Sie tollen durch unser Wohnzimmer und haben diesen Raum bereits als ihr Reich erobert. Sie müssen jeden Tag aufs Neue ausprobieren, ob es nicht doch möglich ist, mit dem Kopf irgendwo dagegenzurennen, um zu testen, ob der oder das nachgibt. Mittlerweile reagieren sie darauf, wenn man ruft, allerdings ist der Orientierungssinn noch nicht so gut ausgeprägt.
Jetzt mache
ich aber mal Schluß, sonst hat niemand mehr Lust, meine lange Vorträge
zu lesen. |
| 25.
März 2003
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Jetzt
wird es ernst! Die Welpen entwickeln sich wirklich super. Sie sind
allesamt kleine Draufgänger, die ihre Umwelt nun unermüdlich erforschen. Hat anfangs Grace die Betreuung der Welpen übernommen, so machen dies nun zusehens die große Schwester Mae und Tante Gwen. Dennoch ist Grace weiterhin sehr fürsorglich (frißt den Welpen das Futter weg wo es nur geht) und läßt die Welpen noch mehrmals täglich trinken, aber sie schränkt die Zeit ein, die Zeiten werden immer kürzer. Und wenn es ihr zuviel wird, greift sie den Welpen über den Fang und erklärt ihnen so, dass die schöne Zeit an der Milchbar bald zu Ende ist. Was gab es sonst noch, ist ja schon eine Weile her, dass ich dazu was geschrieben hatte?
Die
zukünftigen Welpenbesitzer waren schon da, um sich für ihren Liebling zu
entscheiden. |
| 3.
April 2003 |
Heute
war wieder ein Tierarztbesuch angesagt. Die Welpen erhielten die 5-fach
Impfung (Grundimmunisierung außer Tollwut), diese Impfung muß in den nächsten vier Wochen wiederholt werden. Außerdem bekommen sie dann die Tollwutimpfung dazu. Mittlerweile haben sich die Kleinen an unsere regelmäßigen Autofahrten gewöhnt und es war nichts mehr Besonderes. Beim Impfen selbst hat sich rausgestellt, daß auch hier ein paar empfindlichere Gemüter dabei sind. Die einen nahmen alles problemlos hin und die anderen gaben schon einen kleinen Quietscher von sich. Aber alles war sehr schnell wieder heil, wenn man erst die tollen Kekse mit Vitaminpaste gekostet hatte, die hat sich keiner entgehen lassen. Nachdem Grace ihren Kindern nun regelmäßig das Futter vorwürgen möchte, darf sie nach dem Fressen nun nicht mehr zu den Welpen. Einmal haben sie auch Gwen dazu gebracht, ihr Futter wieder abzugeben und dieses rauszuwürgen und nur Luke wird in Ruhe gelassen. |
| 8.
April 2003 |
Monika
Schönwetter unsere Zuchtwartin war zur zweiten Wurfabnahme da. Sie hat
sich sehr über die tolle Entwicklung unseres B-Wurfes gefreut und bei der Wurfabnahme gab es keinerlei Beanstandung. Die Ahnentafeln liegen ebenfalls bereits vor, allerdings hatten sich ein paar kleine Fehler eingeschlichen (kein Wunder, wenn man bedenkt, wieviele Ahnentafeln von der Zuchtbuch- stelle erstellt werden) und Herr Ploen ist so nett, diese zu korrigieren und neue Ahnentafeln auszudrucken. Mit den Welpen bin ich nun regelmäßig unterwegs, wir fahren zu unserem Übungsplatz nach Hallbergmoos und gehen dort spazieren. Dort lernen die Welpen auch, sich auf unterschiedlichen Untergründen zu bewegen, sie spielen am Bach und haben schon gelernt über die wacklige Brücke zu laufen, die über den beschriebenen Bach führt. Der Lärm der an- und abfliegenden Flugzeuge stört sie nicht im mindesten und auch auf andere laute Geräusche reagieren sie nicht sehr empfindlich. Sie haben nun auch regelmäßigen Kontakt zu einer Auswahl sehr freundlicher erwachsener Hunde. |
| 11.
April 2003 |
Heute
wurden Brigadoone und Brooklyn abgeholt. Brigadoone wird nun Dusty heißen, er war immer der souveränste Welpe im Wurf. Weder sehr dominant noch unterwürfig, vielmehr hat er Streitigkeiten mit den Geschwistern nicht durch sein größeres Gewicht (er hatte schließlich immer etwas mehr "Kampfgewicht" als die anderen) bereinigt. Wenn es möglich war ließ er sich von vorneherein auf keine Rauferei ein. Ebenso reagierte er auf die Umwelt, ihn bringt so leicht nichts aus der Ruhe. Brooklyn's Temperament ist leichter entflammbar. Meistens war es seine Idee, irgendwo ein neues Loch zu graben, er neigt eher dazu, sein Futter und sein Spielzeug zu verteidigen. Er liebt Zerrspiele und Streicheleinheiten gleichermaßen. So sehr es mich gefreut hat, für beide wirklich tolle Familien gefunden zu haben, so hart ist dennoch der Abschied. Wenn man so einen Wurf vom ersten Atemzug an betreut, jeden ihrer wackligen Schritte überwacht und sie heranwachsen sieht, dann gibt man mit der Abgabe an die neuen Besitzer auch immer ein Stück von sich selbst mit. |
| 12.
April 2003 |
Auch
Bravado - er hört nun auf den Namen Yukon - ist seit heute in seinem
neuen Zuhause. Mich freut besonders, daß er nicht sehr weit entfernt von uns wohnt. Er wird bei uns den Welpenkurs besuchen und ich kann seine Entwicklung aus nächster Nähe beobachten. Yukon war immer ein etwas ruhigerer Welpe, der auch bei seinen Temperamentsausbrüchen nicht so wild wie seine Geschwister ist. Er ist sehr gut ansprechbar und eigentlich immer sehr problemlos im Umgang. Deshalb denke ich auch, daß er der geeignetste Welpe für eine Familie mit Kindern ist. |
| 15.
April 2003 |
Der
Alptraum eines jeden Züchters ist heute wahr geworden. Es waren
Interessenten für Bodyguard da, einfach schreckliche Leute. Abgesehen davon, dass sie nicht in der Lage waren einen Welpen richtig hochzunehmen, waren sie dermaßen unverschämt und protzten mit ihrem Geld, dass ich mich echt zusammenreißen mußte. Auf die Frage, was sie mit dem Hund machen wollten bekam ich die Antwort, dass sie gerne Biergärten besuchen. Nachdem sie mir angeboten hatten, für Brianna mehr als den geforderten Preis zu zahlen, wenn sie sie haben könnten, habe ich sie höflich aber bestimmt verabschiedet. Aber auch diese Leute werden von irgendwo her einen Welpen bekommen. |
| 25.
April 2003 |
Unser
A-Wurf ist heute genau drei Jahre alt. Leider haben wir noch nicht den richtigen Platz für Bodyguard gefunden. Er ist der weichste Rüde. Auf Neues reagiert er zwar nicht ängstlich, dennoch ist er etwas zurückhaltender als seine Geschwister. Er ist ein wunderschöner Rüde mit einer sehr guten Fellanlage und ich denke, dass er mal Stehohren bekommt. Trotz seiner dunklen Farbe kommt er doch sehr nach seinem Papa, der ebenfalls ein sehr softer Rüde ist. Vergleiche ich die beiden Würfe, so muss ich schon sagen, dass der B-Wurf insgesamt weicher ist. Die Welpen aus dem A-Wurf waren aber leichter erregbar. Die B-Welpen sind als Geschwister vom Aussehen her etwas unterschiedlicher als es der A-Wurf war. Die B-Kinder verhalten sich anderen Hunden gegenüber devoter und spielten lieber untereinander Zerrspiele. Der A-Wurf liebte wilde Jagd- und Rennspiele. Sehr beliebt war dabei, wer die Burg hält. Insgesamt gesehen, bin ich mit dem B-Wurf sehr zufrieden und sehe seiner weiteren Entwicklung mit allergrößter Spannung entgegen. |
| 1.
Mai 2003 |
Bodyguard
und Brianna entwickeln sich prächtig. Die beiden sind wirklich tolle
Hunde. Es waren mittlerweile drei weitere Familien da, um sich Bodyguard anzusehen. Ganz davon abgesehen, dass alle diese Familien sehr nette Menschen waren, so mußte ich doch feststellen, dass nach meiner Einschätzung keine davon für die Haltung eines Border Collies geeignet war. Allen Interessenten hatte ich immer Nahe gelegt, sich das Buch von Rolf C. Franck "Border Collie", erschienen im Cadmos-Verlag zu kaufen. Bestünde nach der Lektüre dieses Buches noch immer Interesse an dieser wunderbaren Rasse, könnten sie gerne noch ein zweites Mal bei uns vorbeikommen. Ein Familie war sehr freundlich und hat mich später noch einmal angerufen, sich für die Beratung bedankt und mir mitgeteilt, dass sie nach einer passenderen Rasse Ausschau halten würden. Abgesehen von unzähligen Telefonaten mit Leuten, denen ich erklären mußte, dass ein Border Collie wohl nicht die richtige Hunderasse für sie ist, waren die meisten Anfragen sehr nett und verstanden meine Bedenken bezüglich der Haltung eines Border Collies. Vielleicht hält man mich für spleenig und vielleicht ärgert sich mancher, dass er nicht gut genug für meine Welpen ist, aber ich möchte versuchen, für die von mir gezogenen Welpen die bestmöglichen Plätze zu finden. Und diese Plätze sehen so aus, dass die Leute meine Arbeit erstens zu schätzen wissen und die von mir gezüchteten Hunde auch nicht in der Versenkung verschwinden. Dass die Hunde eine entsprechende Ausbildung erhalten sollen ist obligatorisch. Ich versuche immer, den Interessenten zu erklären, was sie sich mit einem BC "antun". Dass es schlecht für einen BC-Welpen wäre, wenn er auf einem Reiterhof den ganzen Tag frei herumlaufen kann und dass ein Hund kein Geschwisterersatz für ein Einzelkind sein kann. |
| 10.
Mai 2003 |
Heute
hat uns nun auch Bodyguard verlassen. Er war schon immer der softeste
Rüde und eher etwas abwartender als seine Geschwister und außerdem ist er ein großer Schmuser. Sein neues Zuhause ist nun in der Nähe von Fürth. Es hat sich wieder einmal herausgestellt, dass es möglich ist, für jeden Welpen den passenden Platz zu finden. Ich war wirklich schon kurz davor, den kleinen Rüden selbst zu behalten, was wirklich eine außerordentlich dumme Entscheidung gewesen wäre. Aber dieser kleine Rüde hat Charme für 5. Bodyguard heißt nun Sky (wie der Himmel) und den Himmel auf Erden hat er nun bei Elke und ihrer 6-jährigen Border Collie Hündin "Cassy" gefunden, die jetzt seine große Freundin ist. Sky abzugeben ist mir am schwersten gefallen, wahrscheinlich auch deshalb, weil er am längsten bei uns war, aber nicht nur deswegen, an manchen Hund verschenkt man einfach sein Herz (so ähnlich ist es mir vor drei Jahren auch mit Luke gegangen). Aber eigentlich kann ich gar nicht sagen, welcher Welpe aus dem Wurf mein Lieblingshund war. Auch Brianna scheint ihn vermißt zu haben, denn sie hat am Sonntag nur sehr wenig gefressen und hat alles Spielzeug nach draußen getragen und nach ihrem Bruder Ausschau gehalten. Jetzt muss Tante Gwen herhalten und bei einer erwachsenen Schäferhundedame hält das Spielzeug nicht sehr lange. |
| 13.
April 2003 |
Brianna
macht sich sehr gut. Gestern haben wir die niedrigen Geräte für die
Rettungshunde der RHS Isar ausprobiert. Die Kleine ist die geborene Ballerina. Auch ein kleines unter- irdisches Tunnelsystem hat ihr keine Angst bereitet und sie ist ohne Scheu durchgelaufen. Sie ist nun überall dabei um all das Neue kennenzulernen, was das Leben für sie bereit hält. Sie liebt das Clickertraining und folgt mir auf Schritt und Tritt, damit ihr nur ja nichts entgeht. Ich habe nun schon ebenfalls begonnen, sie fürs Obedience zu trainieren und versuche weitgehend nach der Methode von Mary Ray zu arbeiten (ich hoffe, dass es mir auch nur annähernd gelingt). Momentan beschäftigen wir uns damit, eine gute und lockere Arbeitshaltung zu erreichen und sie ist mit Freude und Begeisterung bei der Sache. Ansonsten arbeiten wir an ihrer Erziehung zu einer problemlosen und freundlichen Hausgenossin. Grace ist momentan total abgehaart, das Gesäuge hat sich gut zurückgebildet und sie lechzt neuen Aufgaben entgegen. Wir haben uns vorgenommen, noch heuer in OB 2 zu starten und fangen nun wieder ordentlich zu trainieren an. Ihr Einsatz im Agility ist ungebremst, da läuft sie leider nicht, sondern sie fliegt tief. An dieser Stelle möchte ich nun das Welpentagebuch abschließen und hoffe, ihr alle hattet ein wenig Freude daran, diese Zeilen zu lesen und meine Erlebnisse mit mir zu teilen. Ich kann euch allen gar nicht sagen, wie wunderschön es ist, Welpen zu betreuen und aufwachsen zu sehen. Die weitere Entwicklung und alles Neue kann ab sofort auf den eigenen Welpenseiten verfolgt werden. Ab nächster Woche gibt es dann auch neue Fotos!!! Meinen Welpenkäufern wünsche ich allzeit eine glückliche Hand bei der Erziehung und Ausbildung dieser wunderbaren Hunde und möchte nochmals betonen, dass ich euch jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stehe. |
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